1) Was waren/sind die Beweggründe für die Vermietung an Asylberechtigte Personen?
 
Ich hatte in Vöcklabruck seit längerem ein leerstehendes Büro in innerstädtischer Lage. Als die Flüchtlingswelle ihren Höhepunkt erreichte war die Frage, was ich als einzelner Bürger beitragen könnte? Ich wandte mich mit der Idee einer Vermietung an Flüchtlinge an das Immobilienbüro REMAX. Dort stellte Frau Mag. Sonja Winkler den Kontakt zur CARITAS her, moderierte die notwendige Umgestaltung des Büros und etablierte mit Frau Kristine Jurkovic seitens der CARITAS die Rahmenbedingungen für ein künftiges Mietverhältnis. Familie Makboul konnte dadurch rasch und unbürokratisch ihre neue Wohnung beziehen.
 
2) Was waren/sind die Herausforderungen?
 
Die mediale Wahrnehmung unterscheidet sich von der harten Realität. Flüchtlinge sind traumatisiert, haben alles verloren und stehen mit dem Rücken zur Wand. Unter diesem Gesichtspunkt relativieren sich zunächst sehr rasch alle kursierenden Halbwahrheiten. Raum und Wohnen sind vorallem erste Grundbedürfnisse, um Menschen wieder „Heimat“ zu geben. Es benötigt vorab viel Aufklärung und Vertrauensbildung zwischen den Akteuren, um dann pragmatisch die profanen Themen eines Wohnungsbezuges gemeinsam abarbeiten zu können.  
 
3) Was funktioniert gut und warum?
 
Verlässlichlichkeit und Vertrauen sind für Mieter und Vermieter das wichtigste Kapital in dieser ungewöhnlichen Situation. Frau Kristine Jurkovic seitens der CARITAS hat dies erkannt und mit großem Feingefühl deren Aufbau gesteuert. Deshalb hat es auch gut funktioniert.
 

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